Es kommt ganz auf die persönlichen Wünsche und Vorstellungen einer Versicherung an. Im Prinzip hat jeder Student die Möglichkeit sich zu Beginns eines Studiums privat versichern zu lassen. Die private Krankenversicherung bietet gute Leistungen – auch zu geringeren Preisen, die sich Studenten leisten können. Natürlich sollten trotzdem auch jüngere Leute die verschiedenen Angebote ganz genau unter die Lupe nehmen, um für sich selbst das passende Angebot zu finden. Abgesehen davon, sollte man sich auch überlegen, ob man nach dem Studium sich eine PKV leisten kann. Denn nur ein abgeschlossenes Studium berechtigt einen noch lange nicht in der PKV Mitglied zu bleiben. Hier gelten dann wieder die Versicherungspflichtgrenzen für Arbeitnehmer und die Regeln für Beamte und Selbstständige.

PKV für Studenten

Zu Beginn ihres Studiums haben Studierende die Wahl. Gesetzliche Krankenversicherung oder private Krankenversicherung? Was ist besser? So pauschal kann man das erst einmal gar nicht sagen, wichtig ist, dass die Versicherung auf die jeweilige Person abgepasst ist. Die Entscheidung welche Versicherung man wählt, sollte ausreichend überdacht werden, denn sie gilt für das gesamte Studium als bindend und kann sogar darüber hinaus weiterhin wirken.

Welche Krankenversicherung ist für den Studenten die beste Wahl?

Studenten können sich vor der Aufnahme ihres Studiums oder nach dem Wegfall der Familienmitversicherung von der Krankenversicherungspflicht befreien lassen und sich in der privaten Krankenversicherung versichern. Bei einem Wechsel des Studiengangs besteht ein erneutes Wahlrecht, bei einem zwischen Bachelor und Master zweigeteilten Studium handelt es sich rechtlich um zwei getrennte Studiengänge, wenn beide Teile nicht zwingend aufeinander aufbauen. Fast alle privaten Krankenversicherungsgesellschaften bieten analog zur gesetzlichen Krankenversicherung vergünstigte Tarife für Studenten bis zu einem Alter von dreißig Jahren an. Da sich die Studententarife der einzelnen Versicherungen stark unterscheiden, ist vor dem Vertragsabschluss ein sorgfältiger Vergleich von Preisen und Versicherungsbedingungen erforderlich. Man sollte sich nicht mit dem billigsten Angebot zufriedengeben und sich die Leistungen ganz genau anschauen. Manche günstigen Privatversicherer bieten nicht mehr als eine gesetzliche Krankenversicherung. Hierbei soll der Tarifrechner helfen.

Privat krankenversicherte Studenten genießen oft denselben Versicherungsschutz wie Vollzahler, jedoch schließen einige Gesellschaften in ihren Studententarifen wenige Leistungen aus oder bieten diese nur gegen eine zusätzliche Beitragszahlung an. Tarife mit einer Beschränkung der Leistungen bei einem Auslandsaufenthalt sollten Studenten besser nicht abschließen, da man auch im Ausland nicht auf eine umfangreiche Versicherung verzichten sollte. Der Verzicht auf die Chefarztbehandlung ist dagegen vertretbar, da dieser die Behandlung bei einer entsprechenden medizinischen Notwendigkeit ohnehin übernimmt und in anderen Fällen die Behandlung durch den Oberarzt nicht schlechter als die des Chefarztes ist. Das Recht auf Unterbringung in einem Zweibettzimmer im Krankenhaus ist für die schnelle Genesung oft nützlich. Für die Heilungschancen in einem Krankheitsfall ist die beste Behandlung die erfolgreichste. Private Krankenversicherungen übernehmen wesentlich mehr Behandlungen als die gesetzliche Krankenversicherung überhaupt bezahlen darf.

Neben sehr aufwendiger Apparatemedizin und noch nicht anerkannten Heilverfahren gehört die Übernahme der Kosten für den Heilpraktiker und andere Verfahren der Naturmedizin zu den größten Vorteilen der privaten Krankenversicherung für Studenten. Es ist nicht sinnvoll, sich aus falscher Sparsamkeit für einen privaten Krankenversicherungsvertrag zu entscheiden, der die Naturmedizin als Behandlungsweise ausschließt.

Der Vorteil gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung liegt für studentische Mitglieder der privaten Krankenversicherung in der besseren Versorgung sowie häufig in einem günstigen Beitrag. Beim Vergleich der Beiträge zwischen der gesetzlichen und der privaten studentischen Krankenversicherung muss berücksichtigt werden, dass privat versicherte Patienten im Gegensatz zu Mitgliedern gesetzlicher Krankenkassen keine Zuzahlungen leisten müssen und die privaten Kassen auch die Kosten für Medikamente erstatten, die von den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung komplett selbst bezahlt werden müssen. Ebenso gilt eine private Krankenversicherung weltweit zu denselben Bedingungen, falls sich der Student nicht bewusst für einen von wenigen Gesellschaften angebotenen Tarif mit einer Beschränkung auf das Inland oder auf Europa entscheidet. Mitglieder der gesetzlichen studentischen Krankenversicherung erhalten Leistungen nur in den Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht und dort auch nur in einem stark begrenzten Umfang.

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Für wen lohnt sich die private Krankenkasse besonders?

Finanziell betrachtet gibt es für zwei Gruppen von Studenten einen klaren finanziellen Vorteil in Sachen Privatversicherung:

Zum einen gibt es die sogenannten Beamtenkinder. Es besteht die Möglichkeit, dass eine private Krankenversicherung für diejenigen günstiger ist, die über einen beamteten Elternteil versichert ist. Zu 80% ist man dann bei der Mutter oder dem Vater versichert und muss für sich selbst nur noch die passenden 20% privater Versicherung finden. Nicht so bei der gesetzlichen Versicherung: Hier gibt es keine Art „Restversicherung“. Der Versicherte müsste hier eine volle Versicherung zahlen.

Private Krankenversicherungen ermöglichen eine individuell zugeschnittene Ergänzung. Dieser Vorteil gilt allerdings nur bis zum 25. Lebensjahr – danach muss auch bei den Privaten der volle Preis gezahlt werden. Die Beihilfe der BeamtInnen ist nämlich an das Kindergeld angeschlossen.

Es gibt auch die älteren Semester unter den Studenten. Wer ein Studium mit über 30 Jahren oder über dem 14. Fachsemester abschließt, hat keine Chancen auf einen vergünstigten Studententarif bei der gesetzlichen Krankenversicherung. In vielen Fällen ist an dieser Stelle der Tarif der privaten Krankenversicherung wesentlich günstiger. Aufpassen sollte man trotzdem: Auch hier kann es sein, dass die Vereinbarungen zeitlich über das Studium hinausgehen.

Wenn die Elternteile beide in der privaten Krankenversicherung sind, kann sich auch das studierende Kind in der PKV versichern. Bis zum Beginn des 25. Lebensjahrs kann das als kostenpflichtige Mitversicherung der Eltern geschehen. Aber nur wenn das monatliche Einkommen unter 640 € liegt.

Alternativ können Studenten, wie erwähnt, bis zum vollendeten 30. Lebensjahr eine PKV in Anspruch nehmen. Wirklich interessant ist die Versicherung jedoch nur, wenn man auch den Wunsch und das Vorhaben hat, nach dem Studium in der PKV zu bleiben.

 

 

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Wann kann ich als Student wechseln?

Hat man sich vor Studienbeginn noch nicht zu einem Wechsel zur privaten Krankenkasse durchringen können, ist es noch nicht zu spät. Bis drei Monate nach der Einschreibung kann man sich um entscheiden und zur privaten Krankenkasse wechseln. Nach diesen ersten drei Monaten ist ein Wechsel nur noch möglich, wenn die gesetzliche Familienversicherung beendet wird.
Die Entscheidung welcher Krankenkasse man beitritt sei wirklich gut überdacht. Nur in Ausnahmefällen kann man während des Studiums wechseln. Nur wenn man eine Beschäftigung antritt, die von dem Studium abhängig ist, kann man einen Wechsel anfordern.

Tarifvergleich

Nutzen Sie unseren Tarifvergleich, um das beste Angebot zu finden. Testberichte ergaben, dass so gut wie alle Tarife der privaten Krankenkassen für Studierende gute Preise haben. Trotzdem ist sicherlich ein genauerer Blick auf die verschiedenen Versicherungen nötig. Bei näherer Betrachtung können Kostenrückerstattungen für Zahnbehandlungen zwischen 50 und 80% liegen. Bei einem Vergleich werden diese Details genauer betrachtet. Übrigens ist ein solcher Vergleich vor jedem Abschluss mit Krankenversicherungen zu empfehlen.

Warum PKV für Studenten?

  • Ist man in der privaten Krankenversicherung, so kann der Umfang des Versicherungsschutzes selbst bestimmt werden. Jeder kann sich individuell überlegen, was für ihn wichtig ist und was besonders hohe Priorität besitzt.
  • Die sogenannten Langzeitstudenten, die das 30. Lebensjahr überschritten, oder das 14. Fachsemester hinter sich gebracht haben, können oftmals gerade in der PKV günstige Tarife aushandeln. Und diese sollen günstiger als die der GKV sein. Denn spätestens ab dem soeben genannten Zeitpunkt werden Studenten normale Versicherte und müssen mit einem Beitrag von bis zu 150 € rechnen.
  • Bindend ist die Versicherung in der PKV nur für die Studienzeit. Danach kommt es auf die Beschäftigung an, die man ausübt. In den meisten Fällen kann man problemlos zurück in die GKV wechseln, wenn man keine andere Möglichkeit sieht. Sollten Sie nach ihrem Studium als Angestellter arbeiten, so werden Sie sowieso automatisch wieder in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert.

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