Lebensmittelunverträglichkeit und Allergien: Was bezahlt die PKV?

13 % der Deutschen leiden an einer Lebensmittelunverträglichkeit, oder Lebensmittelintoleranz. Ärzte können mittels verschiedener Tests feststellen, ob die PatientInnen an einer Unverträglichkeit oder an einer Allergie leiden. Häufig verbreitet sind Lebensmittelintoleranzen, Lactoseintoleranzen und Glutenunverträglichkeiten.

Wenn der Genuss zur Gefahr wird: Lebensmittelunverträglichkeiten können das Leben stark beeinflussen.

 

Bei den Kostenübernahmen für Leistungen im Bereich Allergien und Nahrungsunverträglichkeiten, gibt es einige Unterschiede bei den privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen. Das beweist auch eine im August 2013 durchgeführte Umfrage von MeinAllergiePortal.

Einige Krankenversicherungen sind bei dem Thema „Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten“ sehr offen und bieten den Betroffenen einen speziellen Service. So kann zum Beispiel durch Info-Material, das von den Krankenkassen zugesendet wird, oder News auf der Website den PatientInnen die Angst und Fragen genommen werden.

Doch wie sieht es aus, wenn die Allergie den Alltag bestimmt und nur noch Medikamente oder teure Alternativmöglichkeiten wirklich etwas bewirken können?  Prinzipiell sind – so ist es nach dem 5. Sozialgesetzbuch Pflicht – alle verschreibungspflichtigen Medikamente von den Krankenkassen zu erstatten. Nicht – verschreibungspflichtige Medikamente hingegen sind dagegen ausgeschlossen. Aber weichen die Kassen in Ausnahmeregelungen oftmals von diesem Grundsatz ab.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in den meisten Fällen die Kosten für Allergietests, aber auch nur, wenn von den Ärzten ein entsprechender Verdacht oder Befund vorliegt. Eine Vermutung des Betroffenen reicht für eine Kostenübernahme nicht aus. Bei den privaten Krankenkassen gibt es Vorzüge, denn hier werden zusätzlich die Kosten für die vorgeschriebenen Allergiemittel bezahlt. Dagegen müssen gesetzlich Versicherte diese Sonderleistung aus eigener Tasche zahlen.  Bei einer Hyposensibilisierung, die eine Erleichterung bei Heuschnupfen bringen kann, hängt die Kostenübernahme durch eine private Krankenversicherung davon ab, ob die Hyposensibilisierung in ihrem Leistungskatalog aufgeführt wird.

Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit müssen eine spezielle Diät halten, für diese Sonderausgaben gibt es keine feste Regelung. Hier können die gesetzlichen und privaten Krankenkassen unterschiedlich handeln. Bei einer Kostenübernahme spezieller diätischer Ernährung stellen sich jedoch leider die meisten Krankenkassen quer.

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